Holofiction

Herausgegeben von Marcus Stiglegger / Regie Michal Kosakowski / Mit einem Vorwort von Dominique Lanzmann, Volker Schlöndorff

192 Seiten, 150 x 220 mm, zahlreiche tw. farb. Abb.
ersch. September 2026
28,– €
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ISBN 978-3-7410-0560-2
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Holofiction

Die Ikonografie des Holocaust im Spielfilm

Der vorliegende Band erkundet – analog zu Michal Kosakowskis essayistischem Montagekunstwerk Holofiction (2025) – die spezifische Bildwelt der filmischen Rekonstruktion des Holocaust mit Blick auf hunderte internationale Filmbeispiele.

Der Essayfilm „Holofiction“ von Michal Kosakowski untersucht die Macht der Bilder, wo Worte oft versagen, und widmet sich der filmischen Darstellung des Holocaust als einem der sensibelsten Themen der Moderne. Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger und Regisseur Michal Kosakowski verfolgen die Entstehung einer eigenen Bildsprache, die sich spätestens seit den 1970er Jahren im medialen Kontext herausgebildet hat, und gehen der Frage nach, wie das Unvorstellbare sichtbar gemacht wurde – und zu welchem Preis.

"Eine äußerst gut recherchierte Zusammenstellung von Momenten aus Holocaust-Filmen verschiedener Jahrzehnte, die das Publikum dazu zwingt, über die genaue Rolle nachzudenken, die das Kino in diesem Zusammenhang bei der Geschichtsschreibung gespielt hat und weiterhin spielt."
- POV Magazine über den Film Holofiction

Das Buch analysiert eindringlich die Entwicklung einer Ikonographie zwischen Dokumentation und Fiktion und stellt dabei die zentrale Frage nach der Darstellbarkeit des Holocaust im Film in den Mittelpunkt. Von frühen filmischen Annäherungen bis hin zu einflussreichen Kinoproduktionen spannt sich ein weiter historischer Bogen, innerhalb dessen sowohl ästhetische Strategien als auch ethische Konflikte beleuchtet werden. Die Autoren zeigen in einer eingehenden Diskussion, wie sich wiederkehrende Bilder und Narrative verfestigt haben. Grundlage bildet eine umfassende Recherche aus tausenden Filmen und Serien, aus der ein einzigartiges Archiv prägender Szenen und Motive hervorgeht.

"Holofiction wirft die Frage auf, ob uns das Betrachten dieser Filme tatsächlich in die Lage versetzt, den Holocaust besser zu verstehen, oder ob wir dadurch lediglich mit den filmischen Traditionen vertraut gemacht werden, die sich mit diesem Thema befassen."
- POV Magazine über den Film Holofiction

Als Ergänzung zu Kosakowskis Filmprojekt „Holofiction“ eröffnet das vorliegende Buch im Dialog zwischen Wissenschaft und künstlerischer Praxis eine neue Perspektive auf die visuelle Erinnerungskultur. Während Stiglegger den theoretischen Rahmen liefert, bringt Kosakowski die künstlerische und analytische Praxis ein, sodass gemeinsam verborgene Strukturen filmischer Erinnerung sichtbar werden. „Holofiction“ als Buch und Film ist damit ein herausforderndes Werk über Bilder, Geschichte und ihre Wirkung – und zugleich ein notwendiger Beitrag zur Debatte über Kunst, Erinnerung und Verantwortung. Mit Beiträgen von Filmregisseur Volker Schlöndorff (DER NEUNTE TAG) und Dominique Lanzmann, Witwe von Claude Lanzmann (SHOAH).

Der Film läuft ab dem 5.11.2026 im Kino (Deutschland/Österreich/Schweiz)

Collagen Holofiction

Bildcollagen aus dem Buch

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